Montag, 24. Juli 2017

Rezension: Letzter Bus nach Coffeeville von J. Paul Henderson


Werbung




Buch: Letzter Bus nach Coffeeville
Autor: J. Paul Henderson
  Verlag:
Diogenes;
ISBN: 978-3257243918
Seiten:528

Klappentext des Inhaltes:

Drei in jeder Hinsicht ziemlich älteste Freunde reisen in einem klapprigen Tourbus der Beatles quer durch die USA bis nach Mississippi. Mit an Bord: Alzheimer, die grausame Krankheit des Vergessens. Nach und nach steigen noch andere Passagiere mit kunterbunten Lebensläufen zu, die verrückt genug sind, um es mit so einem heimtückischen Mitreisenden aufzunehmen. Ein Buch, bei dem man ebenso oft Tränen weint wie Tränen lacht und das man dabeihaben will, wenn’s im eigenen Leben mal nichts mehr zu lachen gibt.

(Quelle: Verlag)

Meine Meinung:

"Letzter Bus nach Coffeeville" von J Paul Henderson ist ein gefühlvoller Roman, der uns die Schonungslosigkeit des Lebens aufzeigt und bei mir dazu führt, dass man das Buch mit einer leichten melancholischen Stimmung liest.
Denn bereits zu Beginn weiß man schon eigentlich wie das Buch ausgehen wird….doch die Reise bis dahin lenkt den Leser immer wieder ab, so dass der traurige Schluss, erstmal ausgeblendet werden kann.
Denn die Reise an sich verspricht am Anfang wirklich abenteuerlich zu werden, doch dann muss ich gestehen, hat sich teilweise ein wenig Langatmigkeit und Uninteresse meinerseits eingeschlichen…Auch die Charaktere an sich, waren mir manchmal etwas zu abstrus entwickelt worden….bzw. deren etwas zu weit hergeholten Vergangenheit.
Auch Erics Geschichte an sich finde ich schon relativ kurios…
Doch ich möchte nicht zu viel verraten, denn gerade die einzelnen Schicksale der Reisegefährten tragen sehr viel zur Geschichte bei….bzw nehmen den größten Teil davon ein.
Besonders im Mittelpunkt steht jedoch Doc, dem nicht nur eine sehr innige Freundschaft zu seiner einstigen Partnerin Nancy verbindet, sondern auch ein Versprechen, dass er ihr einst gab. Gerade dieser Schwur führt ihn und seine Freunde zum letztendlichen Ziel…..
Dabei versuchen sie noch die Zeit zu genießen, die ihnen allesamt miteinander verbleibt….und so zögert Doc immer weiter den Zeitpunkt heraus, indem er sein Versprechen einlösen muss….

Zitat Seite: 499:
„Drei alte Freunde , die, nach Jahrzenten endlich wieder vereint, sich bald für immer voneinander verabschieden würden“


Ein Buch das wirklich sehr emotional, aber auch auf einer wunderbaren empfindsamen Art und Weise, das Thema: Alzheimer und den Tod thematisiert.
Dennoch waren mir größtenteils die einzelnen Storys um die anderen Personen etwas zu fantasiereich und mit keinem von ihnen verband ich eine Zuneigung….Nur zu Nancy und dem Doc konnte ich ein wenig Sympathie entwickeln.
Ein schönes Buch, dass einem wieder mal zeigt, wie wichtig Freunde sind. Nicht wegen diesem extrem starken Freundschaftsbeweis……sondern, dass man mit ihnen die Höhen und Tiefen im Leben viel besser meistern kann, so wie der Doc es zusammen mit Bob, Jack und Eric zu tun vermochte.
Von mir bekommt es 3 von 5 Punkten

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen