Montag, 6. Juli 2015

Rezension: Das Haus der Lügen von Stephanie Lam







Buch: Das Haus der Lügen
Autor: Stephanie Lam
ISBN: 
978-3442204458
Verlag: 
Page & Turner
Seiten:
480
 



Klappentext des Inhaltes:


Eine alte Villa an der Südküste
Englands – und in jedem Zimmer schlummert ein dunkles Geheimnis.
1924: Der 19-jährige Robert Carver will den Sommer bei seinem reichen Cousin Alec Bray und dessen hübscher Frau Clara verbringen, die im Castaway House, einer Villa auf den Klippen des kleinen Küstenstädtchens Helmstone, wohnen. Robert genießt eine unbekümmerte Zeit, und als er sich in Lizzie, die Tochter der Nachbarn, verliebt, glaubt er sich endgültig im Glück. Doch schon bald ziehen dunkle Wolken am Horizont auf, denn die Brays hüten ein böses Familiengeheimnis ...

1965: Die 18-jährige Rosie Churchill ist von zu Hause ausgezogen und mietet sich für ein Jahr in dem etwas heruntergekommenen, aber noch immer imposanten Anwesen Castaway House ein. Eines Tages entdeckt sie, dass ins Fensterbrett ihres Zimmers der Satz »Robert Carver ist unschuldig« eingeritzt ist. Doch sie ahnt noch nicht, dass sich hinter diesem Satz ein lang gehütetes Geheimnis verbirgt, das nicht nur die Vergangenheit von Castaway House, sondern auch ihr eigenes Leben betrifft ...

(Quelle: Page & Turner)


 
Meine Meinung:

eine harmonische und gleichzeitig tragische Familiengeschichte


„Das Haus der Lügen“ von Stephanie Lam ist eine harmonische und gleichzeitig tragische Familiengeschichte, die den Bewohnern des Castaway Houses widerfahren ist. Der Leser nimmt nicht nur Teil in der Gegenwart des Jahres: 1965 indem wir die junge Rosie in ihrem alltäglichen Leben begleiten dürfen und so zusammen mit ihr auf einige versteckte Hinweise und Rätsel stoßen, die den damaligen Besitzern der mittlerweile etwas heruntergekommenen Villa wiederfahren sind. Nach und nach werden wir nicht nur in dieser Gegenwart mit den vergangenen Puzzleteilen in die Vergangenheit gezogen, sondern wir erleben auch direkte Rückblicke des Jahres 1924 aus der Sichtweise von Robert Carver, als das Castaway House noch in voller Blüte stand , samt ihren glamourösen Besitzern....

Denn der jungenhafte und spritzige Alec Bray und seine exzentrische und schillernde Frau Clara Bray sind schon ein ganz spezielles Paar, die nicht nur den Neid in ihren Nachbarn hervorrufen, sondern auch leichtes Mitleid bei den Lesern (in diesem Fall bei mir) Denn obwohl sie von außen hin alles haben , scheinen sie beide nicht wirklich zufrieden sein zu können. Bald schon erfahren wir, dass nicht alles so ist ,wie es auf den ersten Blick zu sein scheint…..Zusammen mit Alec´s Cousin Robert Carver , der bei ihnen den Sommer verbringt,  kommen wir den Geheimnissen und Abgründe auf die Spur, die sich unter der Oberfläche verbergen…..Bald schon ist von dem unbeschwertem Sommer nicht mehr viel übrig, als sich die Situation zuspitzt, die letztendlich in einen dramatischen Höhepunkt endet…

Nach und nach erfahren wir was genau geschehen ist, und zusammen mit Rosie können wir die Bruchstücke, die nach und nach ans Licht kommen aufdecken. Und so erfahren wir auch was es mit dem seltsamen Dotty zu tun hat, der aufgrund eines Gedächtnisverlustes ziemlich verschroben zu sein scheint…., doch hat er wirklich Antworten auf die Vergangenheit? Und was hat es mit dem seltsamen Satz den Rosie entdeckte: „Robert Carver ist unschuldig“, auf sich?

Obwohl das Buch relativ ruhig und bedacht geschrieben wurde, fand ich es von der Atmosphäre einfach toll herübergebracht.  Hier fühlte man sich wirklich diesem speziellen Sommer näher gebracht  und reiste praktisch gedanklich zurück in die Zeit von 1924.  Das Ende überzeugte mit einem tollen tragischen Höhepunkt, der bereits die ganze Zeit wie ein drohendes Gewitter über das Buch lag, man fragte sich: wann kommt es endlich zur Explosion? Auch wenn die Geschichte in 2 Teile aufgeteilt wurde: 1924/1965 empfand ich 1924 als den eigentlichen Spannungsbogen. Natürlich hat die Geschichte rund um Rosie durchaus ins Buch gepasst, dennoch empfand ich sie und ihre Freundin Star als Randfiguren, die mich nicht wirklich in den Bann schlagen konnten.
Hier hatten es mir eher die damaligen Persönlichkeiten angetan, wie z.b. der ruhige und bescheidene Robert, der dennoch dem Glanz des glamourösen Lebens nicht abgeneigt ist und stückchenweise ihren Lastern erliegt…., auch die exzentrische und oft übellaunige aber durchaus charmante Clara hatte ihre Reize für den Leser, so überzeugten die Charaktere mit ihren reichlichen Facetten.

Ein Buch dass wie ein warmer Sommertag , sich erst recht bescheiden aufwärmt um dann immer hitziger zu werden, bis die Wolken am Horizont auftauchen, die letztendlich zu einem gewaltigen Schlag führen..
 
 
 Von mir bekommt es 4 von 5 Punkten
 
 
 Infos zur Autorin erhält ihr hier:

 

Herzlichen Dank für dieses Rezensionsexemplar an den :
 
 
 
 
 


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen