Montag, 27. April 2015

Rezension: In der Finsternis von Sandrone Dazieri








Buch: In der Finsternis
Autor: Sandrone Dazieri
ISBN: 
978-3492056885
Verlag: 
Piper




Klappentext des Inhaltes:


Dante Torre besitzt eine besondere Gabe. Er kann Menschen lesen. Aber er hat teuer dafür bezahlt. Elf Jahre war er eingesperrt in ein Betonverlies und darauf angewiesen, die kleinste Regung seines Entführers zu deuten. Als Jahre nach seiner Befreiung ein kleiner Junge verschwindet, weiß Dante Torre, dass der Mann, den er Vater nennen musste, dahintersteckt. Doch der Vater gilt längst als tot. Nur Colomba Caselli glaubt Dante. Sie ist jung, gerade vom Dienst suspendiert und hat nichts zu verlieren bei dieser Ermittlung fern von allen Regeln. Dantes Spürsinn bringt die traumatisierte Frau auf eine Fährte: Jahrelang sind unzählige Kinder entführt worden – mit dem Ziel, ihre Erinnerung auszulöschen. Jetzt wird Colomba Caselli endgültig von ihrer Vergangenheit eingeholt ...

(Quelle: Piper Verlag)



Meine Meinung:


„In der Finsternis“ von Sandrone Dazieri ist ein anspruchsvoller Thriller, der für meinen Geschmack manchmal etwas zu verworren war und mir einen Touch zu viel von brisanten Verschwörungstheorien beinhaltet , die nicht nur das Militär, sondern auch die CIA und andere Wissenschaftler mit ins Boot (bzw in den Inhalt des Buches) nimmt…für mich ab und an etwas zu viel des Guten^^

Und dabei fängt das Buch sehr vielversprechend an, wäre es letztendlich nicht in die o.g. Schiene gerutscht, wäre mir der Lesespaß auch weiterhin erhalten geblieben. Besonders interessant fand ich auch die beiden Hauptprotagonisten, die mit ihren ganz eigenen schweren Traumen , die sie aufgrund ihrer Vergangenheit mit sich herumschleppen- für einen besonderen Ermittlungsstil sorgen. Da sie beide von Panikattacken heimgesucht werden und in gewisser weiße ziemlich zerbrechlich bzw explosiv wirken, macht gerade dieses Handicap sie zu einem spannenden Team! 
Und dieses Team besteht aus Colomba Caselli , eine Polizistin, die aufgrund eines miterlebten Attentats zur Zeit außer Dienst ist, der andere ist Dante Torres , der als Kind 11 Jahre lang in einem Silo gefangen gehalten wurde und dort von seinem Entführer , dem sogenannten „Vater“ unterrichtet wurde und von nun an ein Einsiedlerleben führte. Doch das ändert sich , als er Besuch von Colomba erhält…

Beide werden in einen erneuten Entführungsfall zu Rate gezogen und dabei kommen nicht nur alte , schreckliche Erinnerungen wieder hoch, sondern sie beginnen sich immer Tiefer in einem Strudel aus Mord, Experimente und Unwahrheiten zu verstricken. Bald schon scheint sich Dantes Grauen zu wiederholen….doch kann man dem „Vater“ und seinen  Kumpanen wirklich das Handwerk legen? Und wie viel ist Dante bereit zu opfern , um mehr über seine Identität zu erfahren? Auch die Figur des Oberbösewichtes der „Vater“ wurde gut dargestellt und lässt den Leser erkennen, dass sich dieser selbst als eine Art Pionier sieht und seine Arbeit als ein Geschenk an die Menschheit. So können die Sichtweisen von Gut und Böse abdriften..

Ein 555 Seiten geballtes Werk, dieses mich trotz der ungewöhnlichen Protagonisten und der guten Story,  mich zum Schluss nicht ganz überzeugen konnte. Letztendlich konnte ich der ganzen Verschwörungssache nichts abgewinnen , ich hätte mir einfach nur einen Serienmörder gewünscht , anstatt so viel mehr daraus zu machen, dass man am Ende schon leicht den Überblick verliert..


 Von mir bekommt es 3 von 5 Punkten!



Herzlichen Dank für dieses Rezensionsexemplar an den:



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