Dienstag, 14. Oktober 2014

Rezension: "Wild Cards : Das Spiel der Spiele" von George R.R. Martin



Buch: Wild Cards
Autor: George R.R. Martin
 ISBN: 978-3764531270
Verlag: Penhaligon Verlag
Seiten: 544 Seiten

 
 
 
Klappentext des Inhaltes:
 
 
Seit sich in den Vierzigerjahren das Wild-Card-Virus ausgebreitet hat und Menschen mutieren lässt, gibt es neben den normalen Menschen auch Joker und Asse. Joker weisen lediglich körperliche Veränderungen auf, während Asse besondere Superkräfte besitzen. Da ist zum Beispiel Jonathan Hive, der sich in einen Wespenschwarm verwandeln kann, oder Lohengrin, der eine undurchdringliche Rüstung heraufbeschwört. Doch wer ist Amerikas größter Held? Diese Frage soll American Hero, die neueste Casting Show im Fernsehen, endlich klären. Für die Kandidaten geht es um Ruhm und um so viel Geld, dass sie beinahe zu spät erkennen, was wahre Helden ausmacht.
 
(Quelle: Penhaligon Verlag)
 
 
Meine Meinung:
 
 
  •  ein Buch das mich sehr zwiegespalten zurücklässt
 
Wild Cards : Das Spiel der Spiele" ist ein ungewöhnliches und recht seltsames Buch, dass nicht nur durch die verschiedenen Erzählperspektiven der Erzähler, sondern auch durch das Zusammenspiel von Show und Krieg anfänglich etwas Irritation bei mir auslöste. Dennoch muss ich sagen, hat mich das gemeinschaftliche Werk von George R.R. Martin und den anderen Schreibgefährten dann doch irgendwie überzeugen können….doch leider blieb am Ende ein kleiner Beigeschmack übrig, der mich daran hindert dieses Buch als genial zu betiteln! :-)
Ich würde es eher als ein ungewöhnliches, aber durchaus interessantes und zu Teilen auch fesselndes Buch bezeichnen.  Dennoch gibt es einige Schwachstellen im Inhalt, sowie einige Durststrecken, durch die ich mich kämpfen musste, bis der Lesesog mich wieder gefangen hielt. Irgendwie erinnerte es mich an ein Kartenhaus (Wenn wir schon bei der Wild Cards Game Sprache sind^^) , dass des öfteren mal in sich zusammenfiel (sprich die Spannung) , um sich dann wieder neuaufzubauen . Sicherlich hat das mit den unterschiedlichen Schreibweisen der Autoren zu tun, da einige mehr zu fesseln verstanden als andere…

Das Cover jedoch besticht  jedoch regelrecht und regt sehr dazu an es anzufassen und es haben zu wollen! Hier muss wirklich ein GestaltungsAss am Werk gewesen sein! Grins!

Kurze Zusammenfassung:

Es geht um das Spiel: „American Hero“, eine großangelegte Fernsehshow, die mich ein wenig an BigBrother erinnerte! :-) In dieser Show suchen sie das beste Ass, bzw einen Helden, der über mächtige Fähigkeiten verfügt und sich durch die verschiedenen Aufgaben durchbeißt.  Sehr schön finde ich hierbei , dass wir hinter die Produktion schauen können, und vom Casting bis zur Show und den gestellten Missionen alles mitbekommen! 
Dennoch muss ich sagen, fand ich manche Dinge dabei einfach zu detailliert, bzw zu unnötig…hier hätte ich mir eine abgespecktere Form gewünscht….da ich anfänglich wirklich dachte: „Was lese ich da eigentlich für einen Blödsinn?“ Ein Mann der zum Casting geht und sich wirklich in einen Schwarm von Insekten auflösen kann??:-))

Auch die anderen Mitglieder dieser Show begeistern bzw verblüffen mit den kuriosesten Fähigkeiten….hier taucht nicht nur ein Mann mit mehreren Armen auf, der selbst sein bestes Schlagzeug ist…sondern auch eine Frau, die mit Hand auflegen die Erde beben lassen kann…aber auch  Personen die Unverwundbar sind tauchen hier auf, genauso wie Teilnehmer die aufgrund eines Tarotdecks ihre Stärken geradezu ziehen!

Was anfangs wie eine ziemlich merkwürdige Ansammlung von Freaks herüberkommt, verwandelt sich im Laufe der Geschichte zu authentischen Charaktere die hinter diesen Fassaden von Assen auftauchen, und man lernt einige von ihnen in einzelne Abschnitte besser kennen und vor allem auch kennen. Da es jedoch nicht nur nette Protagonisten gibt, sondern auch die unsympathischen nicht übergangen werden, macht die Geschichte dann doch irgendwie wieder glaubhaft.
Doch nicht nur die Spielshow macht die Handlung des Buches aus, sondern auch ein tödlicher und gefährlicher Konflikt der in Ägypten herrscht macht einen Großteil des Inhaltes aus…..

Und bald schon erkennt der Leser und auch einige Kandidaten was wirklicher Heldentum wirklich bedeutet….


 
Zitat Seite: 411:

„Gibt es etwas Schlimmeres , als dafür gehasst zu werden, wofür die Leute dich halten?
- Die Leute damit durchkommen zu lassen!“


Nicht nur die merkwürdigen Fähigkeiten der Helden haben mich anfangs etwas abgeschreckt, sondern auch die Vielzahl der vorgestellten Kandidaten….hier habe ich anfänglich leicht den Überblick verloren, zum Glück gab es jedoch eine Vorstellung der Teams, in denen die einzelnen Teilnehmer aufgegliedert waren, samt ihrer speziellen Kraft. Dies war ziemlich hilfreich, doch diese Seite, hätte ich mir ganz vorne oder hinten gewünscht, so musste ich mir an der betreffenden Stelle immer ein Lesezeichen hereinlegen, damit ich sie wiederfinden konnte.

Ein Buch das mich sehr zwiespältig zurück lässt. Einerseits habe ich es sehr gerne gelesen (mal abgesehen von einigen auftauchenden Lese-Flauten) , aber auf der anderen Seite war mir die Spielshow zu speziell… Irgendwie haben mich die Unruhen und die Kämpfe in Ägypten mehr gefesselt , obwohl ich normalerweise solche Bücher nicht gerne lese…
Deswegen finde ich es allem in einem sehr ungewöhnlich.
 
 Da ich selbst nicht sagen kann, ob ich das Buch weiterempfehlen würde oder nicht, sollte sich jeder selbst ein Bild davon machen und es einfach lesen :-)
Hier halte ich mich einfach mal heraus, denn meine Fähigkeit der Wild Cards ist heute: Neutralität!^^
 
 
 
  Von mir bekommt es 3 von 5 Punkten



Herzlichen Dank für dieses Rezensionsexemplar an den:


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