Dienstag, 10. Juni 2014

Rezension: Eene Meene von M.J. Arlidge





 Buch: Eene Meene
Autor: M. J. Arlidge
 ISBN: 978-3499238352
Verlag: rororo
Seiten:368
Klappentext des Inhaltes:
Das Letzte, woran Amy sich erinnert, ist das Konzert in London. Danach strömender Regen, ein Lieferwagen, der sie und Sam nach Southampton mitnehmen will, der Geruch von Kaffee. Und dann das Erwachen: ein altes Schwimmbad. Entkommen unmöglich. Die Botschaft ihres Peinigers: Entweder sterben beide, langsam, qualvoll. Oder einer tötet den anderen und ist frei.

Mit Amy und Sam beginnt es. Der Anfang einer Serie. Das Muster: ein einsamer Ort, zwei Menschen, die sich nahestehen, eine Kugel. Und eine Entscheidung, an deren Ende der Tod steht. Oder ein Leben mit einer kaum zu bewältigenden Schuld.

Detective Inspector Helen Grace und ihr Team tappen lange im Dunkeln; nichts scheint die verschiedenen Opfer zu verbinden. Doch die Entführungen sind so akribisch vorbereitet, so konsequent durchgeführt, dass es einen Plan geben muss.

Und für Helen, die nach außen so stark und unberührbar erscheint, ist die Zeit gekommen, ein weiteres Mal ihre eigene innere Hölle zu durchschreiten, Brücken einzureißen und über Grenzen zu gehen.  

(Quelle: rororo Verlag)


Meine Meinung:



Das Buch " Eene Meene" (einer lebt, einer stirbt) von M.J. Arlidge ist ein äußerst spannender Thriller, der aufgrund des perfiden Spiels des Täters den Leser schockiert. Auch ertappt man sich selbst bei der Frage, wie man selbst in einer so schrecklichen und ausweglosen Situation handeln würde? Womöglich würden auch wir selbst zu Tieren werden, die nur das eigene Überleben vor Augen haben, ganz gleich wie sehr man seinen Partner auch liebt.... Denn der Täter kidnappt immer Paare, hält sie an einem einsamen und verlassenen Ort fest, ohne Aussicht auf Rettung und Flucht, und lässt ihnen die Wahl: Entweder sie gehen beiden grausam zugrunde, indem sie verhungern und verdursten, oder einer von ihnen tötet den anderen und erlangt somit seine Freiheit....Ein wirklich mehr als schauderhaftes Szenario wird hier dem Leser vor Augen geführt und man spürt praktisch die Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit der gefangenen Opfer.

Doch man erhält nicht nur einen Einblick in die Gefühlswelt der Entführten, sondern auch in die Personen des Ermittlerteams, angeführt von Detective Inspector Helen Grace, einer selbstbewussten und taffen Frau, die selbst gegen ihre eigenen Dämonen ankämpft. Genauso ergeht es ihrem Kollegen Mark, der aufgrund einer Trennung dem Alkohol verfallen ist und langsam aber sicher immer mehr zu einem Wrack wird. Gemeinsam jedoch versuchen sie zusammen mit ihrem Team den Täter auf die Spur zu kommen. Doch es scheint dass es keine Parallelen zu den ausgewählten Paaren gibt, noch ein Muster zu erkennen ist, zusätzlich scheint die Person sich hinter verschiedene "Masken" zu verstecken, so dass eine Identifizierung schwierig ist. Plötzlich jedoch stößt Helen auf etwas, dass ihre eigene Vergangenheit aus den Tiefen ihrer ganz eigenen Hölle hervorholt..

Fazit: 


ch fand das Buch ziemlich intensiv und sehr spannend.
Vor allem am Ende hat man praktisch mitgefiebert und auf eine rechtzeitige Rettung gehofft. Nervenaufreibend bis zum Ende, so stelle ich mir das vor :-)
Da dieses Buch der Auftakt einer Reihe um Helen Grace ist, bin ich daher schon sehr auf die nächsten Fälle von ihr gespannt.
Obwohl sie nicht gerade ein Sympathieträger ist und mit ihren Ecken und Kanten ziemlich fernab der Ermittlernorm ist, finde ich sie sehr authentisch dargestellt und hoffe dass sie im Laufe der Romane mehr Nähe zulassen kann , und auch den Leser vielleicht an ihren errichteten Brustpanzer kratzen lässt^^

Am Ende sei noch erwähnt, dass ich die Idee klasse fand, dass es dieses Buch in zwei verschiedene Ausfertigungen gibt. Rot und grün.
Man hat also bereits mit dem Kauf seine ganz eigene Wahl zu treffen, fast so wie die Opfer im Buch^^

Von mir bekommt es 5 von 5 Punkten




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