Mittwoch, 9. April 2014

Rezension: Roter Mond von Benjamin Percey



Buch: Roter Mond
Autor: Benjamin Percy
 ISBN: 978-3764531232
Verlag: Penhaligon Verlag
Seiten: 640



Klappentext des Inhaltes:



Sie leben unter uns. Sie verwandeln sich. Sie kämpfen gegen ihre Unterdrücker – uns!
Als Regierungsagenten Claire Forresters Haustür eintreten und ihre Eltern ermorden, muss sie erkennen, dass sie und ihre Familie schon immer Ausgestoßene waren.

Chase Williams hat seinen Wählern versprochen, die USA vor Terror zu beschützen. Doch nun wird er selbst zu dem, was er zu vernichten geschworen hat.

Bis heute wird die Bedrohung durch Gesetze, Gewalt und Drogen in Schach gehalten. Doch die Nacht des Roten Mondes rückt näher, wenn die Welt für immer ihr Antlitz verändern wird – und die Schlacht um die Menschlichkeit beginnt …



Meine Meinung:


"Roter Mond" von Benjamin Percy ist ein packender, düster angehauchter und schonungsloser Roman über den sinnlosen Kampf von Interessenkonflikten und Rassenunterschiede. In diesem Fall inszeniert der Autor das Szenario dass die Menschheit und die Lykaner sich gegenseitig bekämpfen. Lykaner, die halb Mensch, aber auch den Werwolf in sich tragen, unterliegen gewissen Gesetzen, sie müssen nicht nur Medikamente einnehmen, die als Nebenwirkung einen fast apathischen, teilnahmslosen Zustand in ihnen hervorrufen (die das Tier in ihnen bändigen soll), außerdem werden sie auch regelmäßig kontrolliert. Ansonsten unterscheiden sich die Lykaner in nichts gegenüber den anderen Menschen in ihrem Umfeld. Doch dies soll sich bald ändern, nachdem ein Lykaner Attentäter auf einem Flug alle Passagiere tötet, es gibt nur einen Überlebenden: Patrick.

Schon bald darauf hin werden die Lykaner unter einem Kamm geschoren und die Lage spitzt sich im Laufe der Handlung immer weiter zu, so dass bald aus der Angst eine begründetet wird, nachdem eine Vielzahl der Unterdrückten gegen neue Sicherheitsmaßnahmen protestiert und bald schon beginnen sie damit sich mit Gewalt durchzusetzen, dies wiederrum trifft auf Gegengewalt und bald schon ist niemand mehr unschuldig oder schuldig.

Zitat Seite 267: 
 
Aber wer verzweifelt genug ist, findet immer eine Rechtfertigung für sein Tun,  findet immer einen Sinn, wo keiner ist."

Ungeheuerlich wie schnell alles aus der Kontrolle geraten kann und bald nur noch das eigene Überleben zählt...tatsächlich kann der Leser hier sehr schön erkennen, wie rasant alles den Bach heruntergehen kann und das Chaos in der Welt Einzug hält.

Der Leser bekommt die verschiedenen Blickwinkel der beiden „Gruppen“ sehr gut zu Gesicht, da man die Story aus den verschiedenen Erzählperspektiven der einzelnen Charakter erleben kann.
Hier wäre zu einem der o.g. erwähnte einzige Überlebende des Flugzeugmassakers Patrick erwähnt, der als junger Mensch , geradezu aufgrund der Gewalt schon bald zu einem Mann heranreift, der ebenfalls als Soldat in den Kampf zieht. Doch auch er selbst hat bald einige Verluste im eigenen Kreis zu verbuchen.

Dann gibt es da noch die junge Claire Forrester , die Lykaner ist und aufgrund der Vergangenheit ihrer Eltern bald schon alleine da steht und zu ihrer Tante flüchten muss, die ebenfalls kein unbeschriebenes Blatt in der Protestszene ist.
Außerdem gibt es da noch die Geschichte um den selbstbewussten Chase Williams, der als Präsident kandidiert, doch schon bald gibt es einen Angriff der ihn für immer verändern wird...und ihn bald in einen großen Konflikt bringt.
Bald schon treffen die einzelnen Personen aufeinander und man kann außerhalb des Chaos auch so etwas wie Liebe und Zuneigung erkennen, insbesondere bei Claire und Patrick, die so verschieden sind, sich aber dennoch zueinander hingezogen fühlen.

Das Ende kommt etwas ungewöhnlich daher, aber zu dem Szenario passt es perfekt.

Ein wirklich unheimlich fesselndes Buch, dass in einigen Szenen ziemlich brutal daherkommt und nichts für schwache Gemüter ist, insbesondere da man einiges des Gemetzels geradezu bildlisch und bestialisch beschrieben bekommt.
  Daher würde ich es als Jugendroman nur bedingt empfehlen..^^
Ansonsten ein wirklich tolles Buch, dass ich geradezu verschlungen habe (und das obwohl ich kein Lykaner bin^^) 
 

Von mir bekommt es 5 von 5 Punkten



Herzlichen Dank an den Penhaligon Verlag für dieses Rezensionsexemplar!!


Kommentare:

  1. Hey,
    deine Rezension zu dem Buch hat mir sehr gut gefallen, ich kann dir da nur zustimmen. Ich finde es auch einfach faszinierend und beängstigend zugleich, wie einfach die Welt zu entgleiten droht, wenn eine Gruppe unterdrückt wird.
    Die verschiedenen Sichtweisen mochte ich auch sehr gerne, vor allem Patricks war immer sehr interessant.
    Ich habe dem Buch bei meiner Rezension aber einen Stern abgezogen, da ich das Gefühl hatte, dass der Autor auf den letzten Seiten in Zeit- und Platznot geraten ist und somit ein bisschen übereilt zum Ende kam. Aber abgesehen davon ein wirklich eindrückliches, bewegendes und erschreckendes Buch!

    Liebe Grüße,
    KQ von Kaugummiqueens Bücherstube

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    1. huhu :-) Stimmt jetzt wo du es erwähnst, hätte das Ende wirklich noch etwas ausführlicher sein können, vorallem gibt es noch ungelöste DInge, z.b. was mit ihrer Tante geschehen ist , oder hab ich was überlesen? :-))

      Liebe Grüße und danke dir für dein Kommi!! :) freu!

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