Mittwoch, 12. März 2014

Rezension: Teufelsgrinsen von Annelie Wendeberg



Buch: Teufelsgrinsen
Autor: Annelie Wendeberg
 ISBN: 978-3462046434
Verlag: KiWi-Paperback
Seiten 240
 
 
 
Klappentext des Inhaltes:
 
In einer Zeit, in der nur Männer an Universitäten zugelassen sind, schneidet sich Anna Kronberg die Haare ab, zieht Hosen an und studiert Medizin. Als angesehener Arzt Dr. Anton Kronberg gerät sie in das Zentrum einer monströsen Verschwörung – und selbst in tödliche Gefahr, der sie nur mithilfe ihres scharfen Verstandes und dem Beistand von Sherlock Holmes, entkommen kann.
London, Ende des 19. Jahrhunderts, eine Stadt, die regelmäßig von Seuchen heimgesucht wird; Zehntausende leben in bitterster Armut. Im Londoner Wasserwerk wird ein Cholera-Opfer entdeckt. Dr. Anton Kronberg, Englands führender Epidemiologe, wird hinzugezogen und findet heraus, dass der Tote absichtlich mit tödlichen Bakterien infiziert wurde. Während Scotland Yard den Fall nur halbherzig verfolgt, begegnet Kronberg dem beratenden Detektiv Sherlock Holmes. Er entdeckt im Handumdrehen Kronbergs Geheimnis und Identität. Im Gegenzug beginnt Anna – sehr zu dessen Verdruss – Holmes’ kompliziertes Innenleben zu analysieren. Doch die beiden ungleichen und intellektuell ebenbürtigen Partner müssen sich zusammentun, um eine Verschwörung aufzudecken, die so monströs ist, dass sie die Taten von Jack the Ripper in den Schatten stellt ...
 
(Quelle: Verlag)
 
 
Meine Meinung:
 
 
„Teufelsgrinsen“ von Annelie Wendeberg ist ein äußerst britisch angehauchter Kriminalroman, der mit einem alten Bekannten namens: Sherlock Holmes auftrumpft. Anfangs war ich ja um ehrlich zu sein etwas  pikiert darüber, dass man so einfach eine bereits existierende Romanfigur für sein Werk gebrauchen kann, jedoch hat sich das im Laufe der Geschichte geändert und ich fand es eine tolle Idee und da der Gute ja auch nicht missbraucht wurde^^ , fand ich es am Ende dann doch nicht schlimm. Vor allem trug hierzu auch die Anmerkung am Ende der Autorin bei, die sich darin kurz für das Ausborgen von Holmes entschuldigte, das macht sie in meinen Augen sehr sympathisch und daher sei ihr Verziehen:-) 
 
Die Idee der Story ist wirklich einfach klasse! Mit ihrer Protagonistin Anna Kronberg ist wirklich eine pfiffige, selbstbewusste und ungewöhnliche Figur erschaffen worden, die im wahrsten Sinne des Wortes ihren Mann steht.  Da das Buch im 18. Jahrhundert in London spielt, und es für Frauen daher verboten war den Beruf eines Arztes auszuüben, schlüpft unsere sehr entschlossene Anna in die Rolle eines Mannes. Sie nennt sich Dr. Anton und hat sich bereits einen Namen als führender Bakteriologe und Epidemiologe geschaffen. Dort setzt die Handlung an, da sie bzw ihr Doppelcharakter zu einem Fall des Scotland Yards hinzu gerufen wird, um ihren Rat einzuholen , betreffend eines toten Mannes.
Während ihrer Untersuchung begegnet sie Sherlock Holmes, der ebenfalls dabei ist seine ganz eigenen Ermittlungen durchzuführen.

Bald schon beginnt ein wortgewandter Sprachabtausch der Extraklasse, da sich beide ziemlich ähnlich sind und eine ähnliche Betrachtungsweise haben. Zusammen beginnen sie in diesem Mordfall weiter nach Hinweisen zu graben, dabei finden sie heraus, dass es sich um eine gefährliche Verschwörung handelt, die mit ansteckenden Krankheiten herumexperimentiert, die für viele Opfer sorgen können… Um diesen Wahnsinn zu stoppen, geht unsere wagemutige Anna in die Offensive….

Ein wirklich unterhaltsamer Krimi, der vielmehr mit den beiden Hauptpersonen Anna und Sherlock Holmes überzeugt, als mit dem Fall an sich, der für mich nur ein kleines Beiwerk war.
Jedoch haben die beiden Ermittler eine tolle Chemie zueinander, so macht das Lesen wirklich Spaß.  Auch finde ich es wirklich faszinierend zu lesen, wie Frauen es damals schwer hatten ihre berufliche Existenz zu verwirklichen. Dass sich Anna trotz der vielen Umstände die sie jeden Tag bewerkstelligen musste, sich dazu entschieden hatte zum Mann zu werden, finde ich wirklich bewundernswert.  Auch dass sie nach einem früheren persönlichen Schicksalsschlag, der ihr nicht nur eine Narbe sondern auch schreckliche Erinnerungen eingebracht hat, noch so couragiert ist, imponiert mir sehr.
Dennoch wirkt Anna manchmal etwas gefühlskalt und distanziert auf mich, jedoch passt dies wiederrum zu ihrem Gegenpart Holmes, der ebenfalls kein Mann von Emotionen ist.

Ein toller Krimi, der Lust auf mehr macht….ich hoffe doch mal das Anna und Holmes noch einige andere Fälle in Zukunft gemeinsam auflösen werden?
 
 
 
Von mir bekommt es 4 von 5 Punkten
 
 
 
 
Herzlichen Dank geht an den Kiepenheuer&Witsch Verlag und an Vorablesen für dieses Rezensionsexemplar!
 
 



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