Samstag, 15. März 2014

Rezension: Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat von Gavin Extence



Buch: Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum 
das Universum keinen Plan hat 
Autor:Gavin Extence
 ISBN: 978-3809026334
Verlag: Limes Verlag
Seiten: 480



Klappentext des Inhaltes:


Alex Woods ist zehn Jahre alt, und er weiß, dass er nicht den konventionellsten Start ins Leben hatte. Er weiß auch, dass man sich mit einer hellseherisch begabten Mutter bei den Mitschülern nicht beliebt macht. Und Alex weiß, dass die unwahrscheinlichsten Ereignisse eintreten können – er trägt Narben, die das beweisen.

Was Alex noch nicht weiß, ist, dass er in dem übellaunigen und zurückgezogen lebenden Mr. Peterson einen ungleichen Freund finden wird. Einen Freund, der ihm sagt, dass man nur ein einziges Leben hat und dass man immer die bestmöglichen Entscheidungen treffen sollte.

Darum ist Alex, als er sieben Jahre später mit 113 Gramm Marihuana und einer Urne voller Asche an der Grenze in Dover gestoppt wird, einigermaßen sicher, dass er das Richtige getan hat …

(Quelle: Limes Verlag)


Meine Meinung:
  
„Das unerhörte Leben des Alex Woods“ von Gavin Extence ist sicherlich alles, aber auf keinen Fall gewöhnlich!
Mit diesem Buch erlebt man wahrlich eine Achterbahnfahrt der unterschiedlichsten Gefühle. Angefangen von Verwirrung und leichter Skepsis, die mich am Beginn heimgesucht hatte, da der Einstieg mehr als kurios in meinen Augen startete – bis hin zum Ende indem ich sehr emotional von der Geschichte und der Handlung berührt war und sogar einige Tränen vergoss aufgrund einer wundervollen , aber auch traurigen Story, die mich sehr bewegt hatte. Im Nachhinein bin ich froh, dass ich nach den ersten- zugegebenermaßen merkwürdigen Anfangsszenen- weitergelesen habe, denn ansonsten wäre mir ein so  wundervolles , gefühlvolles und melancholisches Werk glatt entgangen.

Der Leser wird gleich am Anfang ins kalte Wasser geworfen und daher ist man (oder besser gesagt: ich war..) leicht überfordert, als man mitverfolgte, wie Alex Wood von der Polizei an der Grenze aufgegriffen wird, nachdem man nach ihm gesucht hatte, zu allem Übel findet man auch noch im Handschuhfach des Autos Cannabis vor. Danach geht es auch schon zum Polizeiverhör….tja und um ehrlich zu sein, meine Begeisterung war hier schlichtweg auf dem Gefrierpunkt, aber dann….fängt die Handlung erst richtig an, denn Alex unsere Hauptperson fängt an uns von seinem Leben zu erzählen und lässt uns an einer wirklich ereignisreichen Vergangenheit in seinem jungen Leben von gerade mal 17 Jahren teilhaben und so beginnt der Leser ihn immer besser zu verstehen und langsam aber stetig wächst der etwas andere Junge einem ans Herz. Bereits mit 10 Jahren passierte ihm etwas außergewöhnliches, als ein Meteorit direkt in sein Zuhause und auf ihn zustürzt.

Hierzu finde ich dieses Zitat auf Seite 91 wundervoll und passend:

„Diese Geschichte gemahnt uns daran, dass selbst sehr unwahrscheinliche Ereignisse eintreten können und in der Tat auch eintreten“

Er überlebt dieses Ereignis , ohne große Schäden, auch wenn er aufgrund dessen Epileptiker wurde. Bereits damals ist er ein wirklich außergewöhnlicher Junge, denn kaum aus dem Koma aufgewacht, beschäftigt er sich wissbegierig mit „seinem“ Meteoriten und ist eher fasziniert als geängstigt von diesem Vorfall.  Auch in den folgenden Jahr wächst sein Wissensdurst über Astronomie und auch über Neurologie, da er sich mit seiner Krankheit auseinandersetzt und für sein Alter ziemlich erwachsen und klug ist. Doch in den Augen seiner Klassenkameraden ist er somit „anders“ , was gleichbedeutend in der Schule mit Außenseiter ist. Doch zum Glück findet Alex bald einen ganz besonderen Freund in Mr Peterson, einen Eigenbrödler der bald schon ein wichtiger Teil von Alex`s Leben wird.  Zusammen verbindet sie nicht nur ihre Leidenschaft zu Büchern, sondern auch ihre Liebe zu philosophieren und sich tiefsinnige Gedanken über das Leben zu machen….und bald auch schon über das traurigste Thema: den Tod und über die Entscheidung über sein Leben und über sein Ende selbst bestimmen zu dürfen.

Hier beginnt das Buch an Intensität zuzunehmen, und man ist geradezu berührt von der Freundschaft der beiden und den Konsequenzen der Handlungen die Alex auf sich nimmt um das Richtige zu tun. Wobei dieses "Richtig" in den Augen der verschiedenen Personen variiert, deswegen nimmt Alex bald das Ruder in die Hand, mit einer Entschlossenheit und Unbeirrbarkeit die seines gleichen sucht.

Dieses Buch hat mich wirklich umgehauen, im positiven Sinn!
Auch im Nachhinein beschäftigt das Buch den Leser, und man fragt sich ob man selbst genauso gehandelt hätte. Letztendlich finde ich es ein außergewöhnliches , ergreifendes Buch auf das man sich einfach einlassen sollte, da es mitten ins Herz trifft.

Zitat Seite 113:

„Ich glaube eine Geschichte zu erzählen , ist der Versuch, die Komplexität des Lebens begreiflicher zu machen“




 Von mir bekommt es 5 von 5 Punkten!




Herzlichen Dank an Randomhouse/Limes Verlag für dieses wunderschöne Buchrezensionsexemplar

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