Samstag, 11. Januar 2014

Rezension: Zorneskalt von Colette Mc Beth


Buch: Zorneskalt
Autor: Colette Mc Beth
ISBN:  978-3442382651
Verlag:  
  Blanvalet Taschenbuch Verlag
Seiten: 384
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Klappentext des Inhaltes:


Rachel Walsh, Kriminalreporterin des Nachrichtensenders National News Network, wird zu einer Pressekonferenz der Polizei in Brighton entsandt. Als sie den Konferenzraum betritt, sieht sie auf einem Poster neben dem Podium das Bild ihrer ältesten, besten Freundin vor sich: Clara O’Connor. Clara, mit der Rachel drei Tage zuvor in einer Bar verabredet, die dort jedoch nie aufgetaucht war …

(Quelle: Verlag)


Meine Meinung:


Der Debütroman " Zorneskalt" von Colette Mc Beth ist ein packender, überraschender und makaberes Buch, über eine ganz besondere Frauenfreundschaft, die zwischen Liebe , Neid und Hass schwankt.

Bedrückend wird hier die Geschichte einer ganz besonderen Freundschaft erzählt, die sich im Laufe der Zeit immer mehr verändert. Dabei bekommt der Leser immer wieder Einblicke in die Vergangenheit, indenen wir die gemeinsamen Lebenslauf der beiden betrachten können, aus der Sicht der Hauptprotagonistin Rachel Walsh erzählt. Zusammen mit ihr, bekommen wir in der Ich Erzählform die Geschehnisse präsentiert, dabei wendet sie sich anhand einer Briefform an ihre Freundin Clara O Conner. Dies geschieht so nah , so klar und persönlich, dass sich der Leser manchmal selbst angesprochen fühlt.
Diese Erzählform finde ich sehr ungewöhnlich, aber /oder auch aufgrund dessen sehr angenehm und ansprechend.


Zitat Seite 254:
"Du musst mich sehr geliebt haben, um mich so zu hassen"

Rachel Walsh die als Kriminalreporterin taff ihren Beruf ausübt und auch ihre Ellbogen einzusetzen weiß, wenn es um eine gute Story geht, wird plötzlich auf einer Pressekonferenz von der neuen "Titelstory" überrascht.....es geht um ihre beste Freundin die vermisst wird.
Rachel, die aufgrund dessen sichtlich aus der Bahn geworfen wird, fängt schon bald an selbst über das Verschwinden von Clara nachzuforschen.
Besonders, nachdem der Verdacht auf sie selbst fällt....wird sie skeptisch....und dabei kommt dieser Gedanke auf: ""Man kann jemanden ein Leben lang so nahestehen und ihn doch nicht wirklich kennen"
Plötzlich wird auch Rachels Freund vermisst.....und dann wird eine Leiche gefunden....
Nach und nach deckt Rachel einzige Puzzle teile auf, doch erzählt sie dir liebe Clara, bzw uns den Lesern wirklich die volle Wahrheit...oder verdreht und versteckt sie einige unschöne Details....wie es nur jeder von uns tut, wenn er aus der eigenen Sichtweise spricht?

Manchmal verschwimmt hier die Grenze zwischen der Wahrheit und man findet sich in einem psychologischen Irrgarten wieder, der immer wieder aufs neue mit auftauchenden Bruchstücken überrascht.

Zitat Seite 140: "Meistens sehen wir nur, was wir sehen wollen."

Mir hat das Buch wirklich gut gefallen, besonderes einige unvermutete Wandlungen haben mich fasziniert. Ich liebe es ja immer wenn Dinge  letztendlich nicht das sind, was sie zu sein scheinen...

Dennoch muss ich sagen, konnte ich keinen Bezug zu den Personen aufbauen, besonders schade fand ich, dass ich mit Rachel so keine Zuneigung, aber auch keine Abneigung empfand. Sie fühlte sie für mich irgendwie so unpersönlich wie ein leeres Blatt Papier an, und das obwohl sie in ihrem Brief viel von Gefühlen schrieb, konnte keine Emotion davon auf mich herüberspringen.
Vielleicht war dies aber auch von der Autorin gewünscht, da man sie so weniger einschätzen konnte, und es bis zum Ende daher sehr spannend blieb.



Von mir bekommt es 4 von 5 Punkten



Herzlichen Dank an Lovelybooks und an den Blanvalet Verlag für dieses Rezensionsexemplar!


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