Samstag, 30. November 2013

Rezension: Seelen im Eis von Yrsa Sigurdardottir


Buch:  Seelen im Eis
Autor: Yrsa Sigurdardottier
ISBN:  978-3596195336
Verlag:  
  Fischer Taschenbuch
Seiten: 368 Seiten
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Klappentext des Inhaltes:



Ist jetzt also der Tag der Abrechnung gekommen?
Als Óðinn den mysteriösen Tod zweier Jungen in einem Erziehungsheim untersucht, tun sich Abgründe auf. Je tiefer er gräbt, umso mehr gibt es Parallelen zu seinem Leben. Hat der viel zu frühe Tod seiner Frau etwas damit zu tun? Während er noch verzweifelt nach Antworten sucht, scheint etwas Bedrohliches immer näher zu kommen…

(Quelle: Link: Verlag)


Meine Meinung:


"Seelen im Eis" von Yrsa Sigurdardottir ,  ist ein toller isländischer Thriller, der mich völlig überzeugt hat. Bereits der Anfang überraschte mit Spannung und Drama, dann springt die Geschichte und der Leser bekommt Einblick in die Vergangenheit und ganz zum Schluss schließt sich der Kreis und wir erfahren warum die beiden Protagonisten am Anfang sich im Auto befinden und mit dem Tod ringen!


Die Charaktere finde ich allesamt sehr überzeugend und jeder hat seine Eigenarten und Schwächen. Besonders gelungen fand ich die Darstellung der jungen Aldis, die damals als Mitarbeiter in einem Heim ihre ganz eigene Nöte und Probleme hatte, die noch verschlimmert werden, als sie sich in einen der Jungs im Heim verliebt und es zubald zu schwerwiegenden Folgen kommt.
Definitv haben mich die einzelnen Szenen die der Leser im Jahr 1974 miterlebt, mehr gebannt als die Gegenwart. Denn hier umschwebt das Buch ein ganz spezieller Hauch von Düsterheit. Aldis, die als junges Mädchen nicht nur von ihrer Zukunft träumt, fernab von diesem unwirklichen und freudlosen Ort, kommt bald zu einer wichtigen Erkenntnis: „Stets wurde jemand bestraft, wenn ein Verbrechen begangen worden war, nur nicht immer der Schuldige!!“
Wie wahr!! Dies trifft auch auch für Odinn zu, der nicht nur aufgrund seiner Ermittlungen im früheren Kinderheims Krókur nach Hinweisen über den tragischen Tod von 2 Jungen sucht, sondern auch auf Antworten auf den mysteriösen Unfalltod seiner Exfrau. War es wirklich ein Unfall? Oder hat jemand nachgeholfen? Womöglich er selbst? Erinnerungslos vom Abend umschwebt ihn ein Gefühl der Schuld. Dabei will er doch nur endlich mal alles richtig machen und sich um seine Tochter Run kümmern, die er seit dem Tod ihrer Mutter zu sich genommen hatte.
Doch anscheinenend weiß diese mehr über den Vorfall, schweigt jedoch beharrlich.


Mehr möchte ich an dieser Stelle noch nicht verraten.


Das Ende hat mir besonders gut gefallen, Gänsehautfeeling pur! Ich liebe es ja , wenn ich wirklich mal über die Auflösung schockiert bin, wie es hier der Fall war. Ein tolles Nachwort, dass das Buch vollkommen abrundete und mich wirklich schier umhaute.
Nun bin ich auf den Geschmack gekommen, und möchte unbedingt mehr von der Autorin lesen, die für mich ein absoluter Geheimtipp ist.


 Von mir bekommt es 5 von 5 Punkten



 Herzlichen Dank an den Fischer Verlag und an Lovelybooks für dieses Rezensionsexemplar




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