Freitag, 20. Juli 2012

Rezension: Hapu-Teufel im Leib von Michael Zandt




Klappentext des Inhaltes:

Die attraktive Hapu ist eine junge Frau, wie viele andere auch. Sie liebt ihr Motorrad, geht keiner Prügelei aus dem Weg und ist engagierter Fan der Stuttgarter Kickers.
In mancher Hinsicht unterscheidet sich Hapu aber von der Mehrzahl ihrer Altersgenossinnen. Sie hat schneeweiße Haut, einen beweglichen Schwanz und ....manchmal Appetit auf Menschenfleisch!


Meine Meinung:

Das Buch "Hapu-Teufel im Leib" von Michael Zandt ist ein wirklich einzigartiges Werk, das mich letztendlich ziemlich uneins und zweifelnd über meine Meinung zurücklässt.
Denn einerseits bin ich sehr von dessen Andersartigkeit des Inhaltes angetan, besonders mag ich die wirklich interessante und hervorragende Idee der Handlung, jedoch hege ich keine Sympathie gegenüber der Hauptperson und deren Handlungsmotiven.
Schlussendlich ist dies aber für mich ein wichtiger Faktor, der mir sagt, dass ich aufgrund dieser Ablehnung das Buch nicht wirklich ins Herz schließen kann... Da mir Hapu, das Mädchen mit Schwanz und Lust auf Menschenfleisch sehr unsympathisch und mir etwas zu speziell ist, fand ich es sehr schwer ihren Weg und ihr Schicksal mitzuverfolgen.

Hapu- ein Kind des Teufels, ist eine so genannte Asartu und wir verfolgen ihren sehr steinigen Weg in der Ich- Form. Obwohl ich diese Schreibversion am liebsten lesen, da ich somit am besten Bezug zu der erzählenden Person bekomme und ich mich in sie hineinversetzen kann, fehlte hier jedoch die geliebte Chemie.
Davon abgesehen fand ich es mehr als schwierig das Buch an einem Stück zu lesen. Dies liegt vermutlich an den teilweisen etwas komplizierten , bzw. anspruchsvolleren Textpassagen, die man konzentriert verfolgen muss, um sie auch zu begreifen.
Ab und zu musste ich einzelne Kapitel erst einmal "sacken" lassen, um dann weiter lesen zu können.

Was mir wiederrum sehr gut gefallen hat, war der Schreibstil, der mit viel Ironie und Sarkasmus gewürzt ist und an manchen Stellen auch schonungslos mit Worten den Leser verblüfft^^

Hapu, die eigentlich ein ganz normales Mädchen ist, außer mit dem kleinen Unterschied dass sie eine Asartu ist, lebt lebt ein ganz normales Leben mit ihrer Familie in Deutschland.
Jedoch ändert sich ihr Leben, als sie eine Einladung zum Brocken bekommt, da das Oberhaupt der Asartu verstorben ist.
Während dort angekommen alles für die Zeremonie vorbereitet wird, lernt sie die Lehrerin Amessis kennen und sie freunden sich an. Doch dann wird ihre neue Freundin zur Janade gewählt und Hapu bekommt den Posten der ersten Sekretärin.
Dieser Job soll ihr Leben jedoch grundlegend verändern.
Nachdem sie nicht nur mit eigenen Verfolgern zu kämpfen hat, beschützt sie ihre Janade und dies tut sie mit jeglicher Rücksichtslosigkeit,, ohne auch vor Mord zurückzuschrecken.
Immer mehr verstrickt sie sich in der Politik bis es zum äußersten kommt und sie die deutschen Staatsbürgerschaft entzogen bekommt und nach Kemet ausgewiesen wird. Aber erst dort nimmt die Handlung erst richtig an Fahrt auf.....

Auf keinen Fall darf ich die wirklich gelungenen schwarz/weiß Zeichnungen von Grit Richter erwähnen, die vereinzelt im Buch auftauchen und Hapu praktisch bildlich verkörpern. Meiner Meinung nach finde ich es immer sehr schön, wenn ein Roman mit solchem tollen Extra aufwarten kann..
Leider finde ich dagegen die Gestaltung des Covers nicht so überragend, aber das ist wie gesagt Geschmackssache. Genauso wie der doch etwas spezielle Inhalt, der sicherlich die Meinungen spalten wird^^

Fazit:

Auf keinen Fall ist das ein Buch für die breite Masse, aber für Liebhaber der Dark-Urban-Fantasy ist dies genau der richtige Leckerbissen :-)



Buchinformationen:

ISBN: 978-3-942635-19-6 
Verlag: Candela Verlag



 Vielen herzlichen Dank an Michael Zandt für dieses Rezensionexemplar!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen